Rückblicke | 09.02.2009


Um die uralte Kunst des Erzählens geht es in der nächsten VollmOnd-Veranstaltung des Hans-Fallada-Klubs Neustrelitz: Am 9. Februar 2009 erlebt das Publikum im Hotel Schlossgarten unter dem Titel „Jeder hat etwas, was er liebt“ Märchen und Geschichten von Liebeslied und Freud, dargeboten von Annette Wurbs. Seit zwei Jahren ist die Schauspielerin fasziniert von jener Kunst des freien Erzählens, die derzeit eine Renaissance erlebt – vor allem in Süddeutschland, wo es eine Vielzahl professioneller Geschichtenerzähler sowie Festivals und Workshops gibt. Gerade erst hat Annette Wurbs am Nationalen Erzählerfestival „Zauberwort“ in Nürnberg teilgenommen, vor zwei Jahren wirkte sie beim Internationalen Festival „Graz erzählt“ in Österreich mit.

Einfach ,nur' Geschichten anzuhören, scheint auch den Erwachsenen unserer Zeit in großes Bedürfnis zu sein, stellt die Erzählerin fest und verweist auf den anhaltenden Hörbuch-Boom. „Offenbar haben wir eine Sehnsucht, in dieser schnelllebigen Zeit der bunten Bilder wieder Raum zu finden für eigene Bilder, die einzig sind und nur im eigenen Kopf entstehen.“

Annette Wurbs, als langjähriges Ensemblemitglied des Kammertheaters mit experimentier- und ideenfreudiger künstlerischer Arbeit vertraut, lebt als freiberufliche Schauspielerin, Puppenspielerin, Regisseurin, Sprecherin und eben Erzählerin in Neubrandenburg, wo sie unter anderem theatralische Sagenwanderungen durch die Stadt und am Tollensesee gestaltet. Zu ihren jüngsten Projekten gehören das clowneske Stück „Alles Vorstellung“, das Straßentheater „Mama, Papa und Marie“ mit dem Berliner Theater Handgemenge, das Schattentheater „Königs Weltreise“, das seit der Uraufführung 2007 schon bei zahlreichen internationalen Festivals gastierte, und die Mitwirkung in der Partyband BrassDa. Wie schon bei der Neustrelitzer Klangnacht im vergangenen Jahr ist Annette Wurbs nun also erneut als Erzählerin zu erleben.