Rückblicke | 22.01.2008


Wie lebendig Geschichte sein kann, wenn sie mit Namen und Gesichtern versehen ist, wird bei der Neustrelitzer VollmOnd-Lesung am Dienstag, dem 22. Januar 2008, im Hotel Schlossgarten zu erleben sein. „Neustrelitz. Hamburg. Amsterdam“ sind Koordinaten der Lesung von Matthias Heyl – eigene und fremde Texte wird der Historiker beitragen zu den Programmen, die sich auf Initiative vieler kultureller Einrichtungen, Schulen und Vereine zur Holocaust-Gedenkwoche fügen.

Matthias Heyl hat in Hamburg Geschichte, Psychologie und Erziehungswissenschaft studiert und einige Jahre die dortige Forschungs- und Arbeitsstelle „Erziehung nach/über Auschwitz“ geleitet. Wie sich heutige Generationen (auch, aber nicht nur an Schulen) mit nationalsozialistischen Verbrechen auseinandersetzen, ist Thema zahlreicher Publikationen, die er als Autor, Mitautor oder Herausgeber ermöglicht hat, darunter etwa Berichte von Holocaust-Überlebenden unter dem Titel „Erinnern für Gegenwart und Zukunft“. Geschichten, die Geschichte lebendig machen, finden sich auch in Neustrelitz, wo Matthias Heyl jetzt zu Hause ist. Seit 2002 ist leitet der die Internationale Jugendbegegnungsstätte Ravensbrück und die Pädagogischen Dienste an der dortigen Mahn- und Gedenkstätte.